Perspektiven für Spaß an Fotografie
Was mache ich, wenn…
Ähnlich wie eine FAQ gebe ich hier einige Denkanstöße über Antworten auf häufige Fragen.
Wenn man keine Motive mehr findet?
Wenn man Motive “sehen” lernt, gibt es immer Motive. Sie sind einfach überall! Von der großen Galaxie am Sternenhimmel bis zur Mikroskop-Fotografie von Mikroben, von Architektur zu People, von Natur zu Technik, von dokumentativ für andere Hobbies bis hin zu künstlerisch, wie die Lichtmalerei. Die Möglichkeiten sind so grenzenlos, dass ein Menschenleben gar nicht ausreicht, die Fotografie völlig auszuschöpfen.
Wenn die Motive nicht mehr spannend genug erscheinen?
Wer wirklich Motive hat, diese aber gewissermaßen langweilig werden, der kann sich natürlich neue Motive suchen. Klare Sache. Aber man kann auch anders für Abwechslung sorgen, z. B. mit einem anderen Kamera-Equipment arbeiten. Das klingt teuer, aber oft geht das auch sehr preisgünstig. An viele Kameras lassen sich alte Objektive, sogenanntes “Altglas”, montieren. Dazu gibt es viele elegante Adapter-Lösungen. Oder man könnte mal in die analoge Fotografie eintauchen, von freihändiger zur Fotografie mit Stativ, oder von der Fotografie im Freien zur Studiofotografie mit professioneller Ausleuchtung wechseln und die gewohnten Motive so mal – im wahrsten Sinne des Wortes – in einem anderen Licht betrachten.
Was ist, wenn ich keine anderen Hobbies zum Ausleben der Fotografie habe?
Es gibt ein Sprichwort in der Fotografie, welches besagt, das die Fotografie am besten ein Zweit-Hobby ist, um ein Haupt-Hobby fotografisch zu dokumentieren. In der Tat kann ich es empfehlen, die Fotografie als ein solches Zweit-Hobby zu betrachten. Viele Hobby-Fotografen kommen eigentlich z. B. aus der Aquaristik oder Astronomie, sie sind im Reitsport tätig oder Bergsteiger usw. Die Hobbies sind vielfältig und es gibt viele Hobbies als Hauptfreizeitbeschäftigung zu entdecken, die man auch erstmal fotografisch erkunden kann.
Denn wenn man kein anderes Hobby auslebt oder ausleben kann, dann kann man auch einfach als Beobachter von anderen Hobby-auslebenden Personen teilnehmen. Man kann z. B. Sportler bei ihren Sportaktivitäten besuchen oder anderen Liebhabern, z. B. Modellbauer oder Piloten (Plane-Spotting), gewissermaßen auflauern. Die Möglichkeiten sind hier fast unbegrenzt und wer nett fragt, bekommt oft auch Zutritt zu eigentlich geschlossenen Gesellschaften.
Wenn die Kamera zu alt ist?
Es gibt immer bessere Kameras, die man haben könnte. Man könnte auch Canon haben oder Leica oder eine Fujifilm Mittelformat-Kamera oder gar eine Hasselblad. Man könnte ein moderneres 600 mm F4.0 Objektiv für die Naturfotografie besitzen oder sogar ein 1200 mm F8 usw. Es ist nie genug und man kann mit älteren Kameras sehr schöne und besondere Fotos machen. Ich empfehle hier mal, sich von ausgezeichneten Fotografen inspirieren zu lassen, die teilweise mit sehr alten Kameras weltweit bekannte Fotos geschossen haben. Es geht und man kann es sogar als Herausforderung betrachten.
Ich empfehle daher sogar als Alternative, zu downgraden, wenn man nicht upgraden kann. Es kann durchaus richtig Spaß machen, mit gebrauchten Kameras zu hantieren und damit schöne Fotos zu machen. Schlechter Autofokus und wenige Megapixel? Das macht nichts! Eine ältere Ricoh GR II oder eine analoge Pentax MX sowie auch eine Pentax K5 IIs können richtig viel Spaß machen, sind aber sehr günstig zu haben!
Wenn nötige Objektive fehlen?
Es ist der Fluch der DSLR- und DSLM-Kameras, dass man nie genug Objektive zu haben scheint, auch nicht die richtigen für die Fotografie, die man gerne mal ausleben möchte. Es mag sein, dass Makro-Fotografie spezielle Objektive bedingt, Portrait- und z. B. Vogel-Fotografie ebenso. Von der Möglichkeit mal abgesehen, auf ein solches speziell für entsprechende Zwecke entwickelte Objektive zu sparen und es sich dann zu kaufen, kann man sich mit Standard-Objektiven bereits an all diese Bereich herantasten und es als Herausforderung betrachten. Damit macht man sich keinesfalls lächerlich, oft gibt es im Social Media sehr positiv überraschte Kommentare, wenn spannende Tieraufnahmen, Nahaufnahmen, Tier- oder Nachtaufnahmen mit Standard-Zoom-Objektiven (sogenannte “Kit-Objektive”) oder mit ungewöhnlichen Brennweiten geschossen wurden.
Eine andere Option ist es, sich günstige Gebrauchtware zu kaufen. Es gibt z. B. viele Canon EOS DSLR Kameras und mit dem EF-Mount-Objektivpark, die heute nicht mehr als Stand der Technik betrachtet werden (abgelöst durch DSLMs mit dem R-Mount). Mit den älteren Kameras und Objektiven kann man auch heute noch hervorragende Fotos schießen und Profi-Ausrüstung ist recht bezahlbar gebraucht, manchmal sogar noch als Neuware aus Restbeständen, zu haben.












Benjamin Aunkofer
Benjamin Aunkofer